07.06.15

Sonne, Strand und Spiele: 20. ECSG 2015 in Riccione.

Mit großer Spannung und voller Erwartung reisten 20 Sportlerinnen und Sportler des SFC zu den Europäischen Betriebssportspielen nach Riccione. Schon die Anreise mit 3 kleinen Bussen über die Alpen mit lauter Gleichgesinnten lies die Vorfreude auf ein unvergessliches Ereigniss weiter steigen.  

Nach der Akkreditierung wurden wir mit vielen Informationen eingedeckt, so das wir genau wußten wo und wann wir uns am nächsten Tag einfinden mussten. Glücklicherweise hatten wir mit Maria-Rosa Munzio-Schneider eine perfekt italienisch sprechende Kollegin im Team die uns bei der Kommunikation unterstützen konnte. Bevor die Spiele in 25 verschiedenen Sportarten mit 353 Wettbwerben begannen, freuten wir uns auf die Eröffnungsfeier am Strand von Riccione. Bei guter Laune und ausgelassener Stimmung konnte man einen gutes Stück Olympiafeeling spüren. 5600 Sportler aus 25 Ländern feierten gemeinsam den Einmarsch ihrer Mannschaften hinter ihrer Landesflagge. 


Badminton: Lange Spieltage gegen internationale Gegner - wir haben viel Erfahrung gewonnen.

Unser Badmintonteam mit Maria-Rosa Munzio-Schneider, Gudrun Laudin, Dieter Laudin und Martin Schneider freuten sich sehr auf den Wettbewerb, am nächsten Morgen war es endlich soweit und wir machten uns zu der nur fussläufig vom Hotel entfernten Badmintonhalle auf. Wir staunten nicht schlecht als wir einen Blick auf das spielerische Treiben warfen. Auf 16 Courts war bereits reger Spielbetrieb. Nach der Anmeldung durch unsere italienische Teamkapitänin Maria war auch unser Turnierstart nicht mehr fern. Eine Partie bestand aus einem Mixed, Herren Einzel, Damen Einzel und Herren Doppel. Die Vorrunde bestritten wir gegen eine Französiche, Maltesische und Deutsche Mannschaft von der BSG Vattenfall. Leider war sportlich nicht viel zu holen, insbesondere unser Gegner aus Malta hat uns gezeigt was im Badminton alles machbar ist! Aber wann hat man schon mal die Chance gegen Nationalspieler anzutreten!!!

Am zweiten Turniertag sind wir zunächst kampflos gegen eine Chinesische Gastmannschaft ins Achtelfinanle eingezogen. Nächster Gegner war die Mannschaft des franzöischen Flugzeugbauers Dassault was dann auch unser letztes Spiel in der Hauptrunde war. Nach intensiven Spielen mussten wir uns im Ergebnis deutlich geschlagen geben. 
Die italienischen Organisatoren meinten es aber sehr gut mit uns und liesen uns bis fast 21:00 Uhr eine Trostrunde gegen die ENBW und die Kreissparkasse Herford/Bielefeld spielen.

Nach zwei intensiven Turniertagen bis in die späten Abendstunden waren wir letztendlich überglücklich einen Tag zur Regeneration am Hotelstrand einlegen zu dürfen. Selbstverständlich haben wir die Zeit auch dafür verwendet unsere Volleyballer bei ihrem letzen Platzierungsspiel anzufeuern.

Unser Fazit: Ein super Erlebnis das jeder einmal mitmachen sollte. Auch 2017 im belgischen Gent werden wir mindestens eine Badmintonmannschaft für den SFC ins Rennen schicken.
Bowling: Die beste Kegelmannschaft des Turniers erreichte den 14. Platz

Die Kegelmannschaft wollte nach Hamburg (2011) und Prag (2013) auch in diesem Jahr gerne an den Europäischen Betriebssportspielen teilnehmen. Leider gibt es in Italien keine Kegelbahnen, sodass wir uns eine andere Sportart aussuchen mussten. Was liegt da näher als Bowling? Also haben wir drei bis vier Trainingseinheiten Bowling eingelegt und sind einfach mitgefahren.

 

Foto: Unser Team mit Horst Handel, Heike Heinzelmann, Melanie App und Wolfgang Staudt .

Am ersten Wettkampftag ging es nach Rimini auf eine 18-Bahnen-Anlage. Hier trafen wir auf die SG Stern Bremen, die uns die wichtigsten Regeln und den Ablauf gerne erklärt haben. Es wurden drei Durchgänge gespielt und wir haben uns gar nicht soooo ungeschickt angestellt. Am zweiten Tag ging es nach San Marino und wir haben uns dort sogar noch etwas gesteigert. Nach zwei Wettkampftagen waren wir unter den 56 besten Teams von 100 gemeldeten Mannschaften, und somit völlig unerwartet als "Kegler" im Viertelfinale im Bowling. Aus den 56 Mannschaften wurden 14 Gruppen zu je 4 Teams gebildet und es ging am Samstagmorgen wieder auf die Bahnen in San Marino.

Nach zwei Durchgängen staunten wir nicht schlecht, als wir feststellten, dass wir die höchste Anzahl Pins in unserer Gruppe hatten und uns somit für das Halbfinale der besten 16 Mannschaften am Samstagabend qualifiziert hatten. Somit hatten wir einen weiteren unerwarteten Auftritt am Samstagnachmittag und wir haben uns riesig darüber gefreut. Nun waren wir aber an unsere Grenzen gestoßen und haben in einem interessanten Wettkampf und mit der akustischen Unterstützung einiger Volleyballer den dritten Platz in unserer Gruppe belegt und in der Gesamtwertung mit einem 14. Platz ein unerwartet erfolgreiches Abschneiden gefeiert.

Nebenbei haben wir noch die amtierenden Kegel-Europameister im Betriebssport, die SC Filstal aus Göppingen hinter uns gelassen, die bereits nach der Qualifikation sehr knapp ausgeschieden sind.

Insgesamt war es wieder ein tolles Erlebnis und wir haben uns fest vorgenommen, in zwei Jahren in Ghent, wo es auch keine Kegelbahnen gibt, wieder im Bowling anzutreten.

Radsport auf der Grand-Prix-Rennstrecke

Die Radsportwettbewerbe (Zeitfahren und Straßenrennen) fanden ca. 9 KM außerhalb von Riccione in Missiano auf dem „World Circuit Marco Simoncelli“ statt.  Da man sich vor den Rennen sowieso „warm fahren“ muss konnte die Anreise mit dem Rad schon sinnvoll genutzt werden. 

Der Kurs auf dem sonst Motoradrennen (Großer Preis von San Marino) ausgetragen werden war flach, kurvig und ziemlich windanfällig. Allerdings war der Asphalt perfekt, wie es sich für eine echte Rennstrecke gehört. 

Am Donnerstag stand ein Zeitfahren über 8,5 KM  auf dem Programm. Michael Lutz erreichte in einer Zeit von 12,02 Min. den 12. Platz.  Dies entspricht einem Stundenmittel von 41,5 km/h. 

Am Freitag wurde dann das Straßenrennen ausgetragen. Hier waren 12 Runden mit insgesamt 52 KM zu absolvieren. Hier sprang der 13. Rang mit einer Fahrzeit von 1:15:36 heraus.

Schwimmen - Albatross Stefan Kaupp schwimmt auf Platz 1  

Die Schwimmwettbewerbe fanden direkt in Riccione statt, die Anreise konnte also bequem zu Fuß erfolgen.

Nach anfänglichem Chaos - die Teilnehmer hatten eine etwas bessere Organisation erwartet - starteten die Rennen mit einstündiger Verspätung.

Das erste Rennen mit SFC-Beteiligung erfolgte über 100 Meter Brust. Stefan Kaupp konnte seinen Lauf in 1:23,2 souverän gewinnen. Anschließend folgten endlose 30 Minuten Wartezeit, bis die Ergebnisse aus allen Läufen zusammengetragen waren und es hatte gereicht. Die erste Goldmedaille war gesichert.

Am zweiten Wettkampftag stand noch der Sprint über 50 Meter Brust an. Hier musste sich Stefan Kaupp nur einem Schwimmer aus Estland geschlagen geben und erzielte Silber in 0:35,2.

 


Volleyball: Wir sind in Italien . . . , das war das Motto, das die nächsten Tage prägen sollte.

Schon die Suche nach unserer Sportstätte war eine Herausforderung. Kommunikation mit Hand und Fuß brachte uns dann letztendlich in die richtige Sporthalle. Als wir dort pünktlich angekommen sind, war der Schulsport in vollem Gange. Von den anderen Mannschaften fehlte noch jede Spur. Auch die Veranstalter trafen erst jetzt ein und begannen in aller Ruhe mit dem Aufbau der Volleyballanlage.

Mit Spielbeginn folgte dann die nächste Überraschung. Statt auf zwei Gewinnsätze zu spielen, wurde nur ein Satz gespielt. Dazu kam noch die Regeländerung zur Mannschaftsaufstellung, die leider in der deutschen Übersetzung fehlte. Das erste Spiel begann deshalb sehr chaotisch. Aber buchstäblich in letzter Sekunde konnten wir das Spiel doch für uns entscheiden. Die Vorrunde endete für uns mit 2 Siegen und einer Niederlage als Gruppenzweiter pünktlich um 12 Uhr mittags. Damit waren wir für die Gold-Gruppe qualifiziert und freuten uns auf den nächsten Spieltag.  

Am zweiten Spieltag traten wir gegen vier Teams an, auch an diesem Spieltag wurde wieder jeweils nur ein Satz gespielt. Besonders erwähnen sollte man hierbei die beiden „Heimspiele“ gegen die Betriebssportgruppe SG-Stern Sindelfingen I und SG-Stern Sindelfingen II. Der Tag war leider nicht so erfolgreich wie erhofft. Am Ende reichte es für das Spiel um Platz 9, das am Samstag stattfand. 

Bis dahin ist anzumerken, dass wir nette Mannschaften und tolle Spiele hatten. Auch die professionellen Schiedsrichter haben die Aufgaben bestens erfüllt. 

Die Hoffnung das Platzierungsspiel über zwei Gewinnsätze zu spielen hat sich schnell zerschlagen. Wieder nur ein Satz, der die Entscheidung bringen muss. Nach gutem Start und lautstarker Unterstützung unserer mitgereisten Fans passierte es. Ausgerechnet im letzten Spiel gab es noch einen Verletzten. Micha hatte zwar den Kampf um den Ball über dem Netz gewonnen, aber das Band am Knöchel unten am Boden verloren. Danach war der Spielfluss unserer Mannschaft zerschlagen und das Spiel wurde leider verloren. 
Am Ende stand der zehnte Platz für unser Team.

 

Mit insgesamt 377 Medaillen haben die Betriebssportler aus Deutschland den 1. Platz in der Nationenwertung belegt.


 
Danke.  
Unser Dank geht an Simon Stoll, der für den SFC schon 3 Fahrten zu den Europäischen Spielen hervorragend organisiert hat. Simon, du darfst weitermachen.  
Texte: Martin Schneider, Wolfgang Staudt, Michael Lutz, Stefan Kaupp, Andreas Scholaster, Fotos: Andreas Scholaster

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